Humanitäre Aktion für das Al-Shifaa Krankenhaus in Gaza 2014

Auf den Spendenaufruf für humanitäre Hilfe in Gaza in unserem Rundbrief haben uns 35 Freunde der Friedensarbeit eine Spende überwiesen. Wir danken Ihnen sehr dafür. Insgesamt sind dafür bisher 5.700,- € eingegangen, die wir in zwei Raten nach Neve Shalom/Wahat al Salam überwiesen haben. Bereits am 18. August 2014 sind 10.500,- € von uns nach Neve Shalom gegangen, um damit die humanitäre Aktion des Friedensdorfes auf Initiative seines Mitglieds Dr. Raid Haj Yahya zu unterstützen.10.000, € davon wurden aus Erträgnissen des Vermögensstocks finanziert. Die Situation war auch in der Westbank durch die Raketen aus Gaza und die Bomben auf Gaza so angespannt, dass es leider kein Summercamp für palästinensische Kinder in Neve Shalom gab.

sign-fefe9Bestürzt von der überalterten Ausstattung der Notaufnahme des Krankenhauses Al-Shifaa in Gaza, wo Dr. Yahya als Chirurg freiwillig u.a. Schuss- und Bombenverletzungen versorgte, sammelte er und das Team des Friedensdorfes Mittel u.a. zur Anschaffung neuer Geräte für die Notaufnahme.

Am 20.Oktober 2014 berichtete Gaza Shehab TV, dass eine große Ladung medizinischer Geräte und Hilfsmittel für das Al-Shifaa Hospital Gaza angekommen ist (übersetzt aus dem Arabischen):

„Mein Name ist Dr. Mahmoud Abed el-Karim Bassal. Ich arbeite im Burns Care Center of Al-Shifaa’ hospital in Gaza. Dies ist ein Regierungskrankenhaus im Rahmen des palästinensischen Gesundheitsministeriums. Die Bemühungen der Oase des Friedens durch ihr Komitee für humanitäre Hilfe und ihrer internationalen Freunde zur Unterstützung und Hilfe für unser Krankenhaus und seine Patienten schätzen wir sehr. Wir danken sehr für die übersandten medizinischen Artikel und Geräte. Heute erhielten wir die Ladung der geschenkten Güter und Geräte, die vom Burns Zentrum und der Abteilung der Notaufnahme verteilt wird. Diese Dinge, die die Oase des Friedens und ihre internationalen Freunde geschenkt haben, sind wirklich sehr nötig und wesentlich für die Behandlung der Patienten.
Während des Gaza-Krieges planten eine Reihe von Mitgliedern des Friedensdorfes  den Menschen in Gaza zu helfen. Dr. Raed Haj Yahiya, Mitglied des Dorfes und auch der NGO ‚Ärzte für Menschenrechte‘, der seit Jahren regelmäßig im Al-Shifaa hospital freiwillig mitarbeitet, hat Gaza zuletzt nach dem Waffenstilstand besucht und mit dem Team des Krankenhauses eine Liste der dringendsten Mängel zusammengestellt.“

Adnan Mana, Apotheker und Vorsitzender des Gemeinderates von Neve Shalom/Wahat al Salam, berichtete u.a., dass das Komitee für humanitäre Hilfe aus dieser Dringlichkeitsliste für $ 40.000,- in Nablus eingekauft hat. Man wollte damit die in der Westbank sehr günstigen Preise nutzen, aber auch die lokale Ökonomie stärken. Man hatte aus einer Sammlung im Friedensdorf zunächst $ 3.000,- zur Verfügung. Von den internationalen Freundeskreisen kamen noch $ 50.000,- dazu.

invoice-e47e2

Den TV Bericht in arabischer Sprache können Sie sehen, auch wenn Sie die Sprache nicht verstehen, wenn Sie im folgenden Bild den Pfeil  anklicken oder dies auf der Website des Dorfes tun (http://wasns.org/medical-equipment-and-supplies).
In dem Fachgeschäft „Nablus Medical Appliances“ wurden folgende Geräte gekauft:
3 fahrbare Notliegen,
20 Notfallambulanztaschen,
10 Operationsbestecke,
3 Edelstahltransporter,
3 Doktorstühle,
1 Halogenlampe,
3 Operationsmesser und Klingen
2 Ultraschallreinigungsgeräte (für 20 und 9,5 Liter)
Suad Haj Yahiya, Mitglied der Dorfgemeinschaft, und ihre Söhne gaben aus ihrer eigenen Klinik noch 3 Betten, eine Notfalltransportliege und einen Notfallambulanzkasten  dazu.
Diese Güter wurden in Nablus auf einen LKW geladen und zunächst zum Checkpoint nach Israel in Ramalla gebracht. Nachdem sie von israelischen Soldaten kontrolliert waren, wurden sie in einen anderen LKW mit israelischen Nummernschildern verladen und von diesem zum Checkpoint Gaza gebracht. Dort wurde wieder alles ausgeladen, genau untersucht und in einen anderen Wagen geladen, der aus Gaza kam. In der Nacht brachte dieser alle Geräte, wie zu sehen, ins Krankenhaus.

Das Komitee für humanitäre Hilfe, in dem Dorfmitglieder der ersten und zweiten Generation zusammenarbeiten, will auch weiter den notleidenden Menschen in Gaza zu Hilfe kommen. Wir wollen über  die Bruno-Hussar-Stiftung auch in Zukunft diese Bemühungen nach unseren Möglichkeiten unterstützen.